
Erstmals entdeckt wurde die Bühler Frühzwetschge um 1840 im Ortsteil Kappelwindeck. Bedingt durch das milde Klima, gedieh die Zwetschge hervorragend und trat bald darauf ihren „Siegeszug“ an: Fast hundert Jahre behauptete sie ihren Platz auf den großen Märkten im Ruhrgebiet, im Rheinland, in Hamburg und Berlin. Auch im Ausland wurde die „Bühler“ bekannt. Die Zwetschgenproduktion entwickelte sich schnell zu einer der Haupteinnahmequellen Bühler Bürger. Auch heute begegnet man in Bühl den Zwetschgen noch überall, sei es in Form von Zwetschgenkuchen, Zwetschgenmus, Zwetschgenknödeln, Marmelade oder in hochprozentiger Form als Zwetschgenwasser – die Frucht ist aus Bühler Küchen, Backstuben und Brennereien nicht mehr wegzudenken.